Erleben ermöglichen

Die Erlebnis AG ist ein klassenübergreifendes Angebot, welches speziell auf Schülerinnen und Schüler mit einem intensivpädagogischen Förderbedarf ausgerichtet ist. Sie findet einmal in der Woche statt.

Ziel dieser AG ist es, dass die Schülerinnen und Schüler sich durch die ganz basale Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Materialien (Fingerfarbe, Malseife, Schaum, Kleister, Reis, Gips, Wasser, leuchtende Objekte im Schwarzlicht usw.) selbst als aktiv-handelnd erleben. Sie nehmen diese in ihrer Beschaffenheit mit möglichst vielen Sinnen wahr, erforschen bzw. bearbeiten diese und erleben dabei, dass ihr eigenes Tun Effekte erzeugt. Die Materialien werden so ausgewählt, dass sie zum Handeln auffordern und die Eigenaktivität herausfordern. Es wird keine bestimmte Richtung, kein spezielles Endprodukt vorgegeben, denn der Weg- die eigenaktive Auseinandersetzung mit den Dingen- ist das Ziel.

Für einige Schülerinnen und Schüler bedeutet dies zum Beispiel, dass sie Fingerfarben mit den Händen großflächig auf Tapeten auftragen und dabei erleben, welche Farbenspiele und Muster sie damit erzeugen können. In Kombination mit anderen Materialien wie Reis, Sand oder Kleister werden neue Wahrnehmungseindrücke erzeugt. Andere verreiben die Farben einfach nur in ihren Händen, matschen damit herum und nehmen intensiv die kalte, glitschige Konsistenz wahr.

Aber auch die Beschäftigung mit weißen oder neonfarbigen Objekten (Tischtennisbälle, bunte Spiralen, weiße Handschuhe uvm.), die im speziellen Schwarzlicht besonders intensiv leuchten, kann ein Schwerpunkt im Schuljahr sein. Dabei lassen einige der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Tischtennisbälle herumspringen, rollen diese über den Boden oder stecken sie in ein Behältnis. Andere spielen intensiv mit einer neongelben Spirale und konzentrieren sich auf die dabei entstehenden Seheindrücke. Die Auswahl der Materialien und deren Aufbereitung ist individuell auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler abgestimmt.